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Ausstellungsbericht
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Arnulf Rainer - Eine Hommage
Arnulf Rainer Face Farces: Farbstreifen, 1972
© Arnulf Rainer
  

Anlässlich des 90. Geburtstags des bedeutenden und einflussreichen Künstlers am 8. Dezember wird er mit dieser Hommage aus den reichen Beständen der eigenen Sammlung der Albertina geehrt, wobei eine Auswahl an Schlüsselwerken und richtungsweisenden Werkgruppen präsentiert wird.

von: 27.Sep 19
bis: 26.Jan 20


Albertina
Albertinaplatz 1
1010 Wien, AT
Tel: +43 1 534 83 -0
Fax: +43 1 534 83 -430
Email: info ::: albertina. at
http://www.albertina.at/

Öffnungszeiten:
Tgl. 9 - 18 Uhr
Mi, Fr bis 21 Uhr



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Sie veranschaulichen als zentrale Positionen die prinzipiell dialektische Grundhaltung des Künstlers. In sowie zwischen seinen Bildern entfaltet sich eine intensive Zwiesprache über malerische Qualitäten und grafische Linienstrukturen, eröffnen sich Dialoge über ein Ausloten von Fläche und Raum, zwischen Farbe und reduziertem Schwarz-Weiß, zwischen Fülle und Leere, Ruhe und Bewegung, Stille und Aufregung, zwischen Abstraktion und Figuration.

Die impulsiven abstrakten Zeichnungen treffen auf mit Farben und Flächen experimentierende Werke. Einen Schwerpunkt bilden die Übermalungen beziehungsweise Zumalungen, die der Künstler ab Mitte der 1950er-Jahre gestaltet und mit denen er international identifiziert wird. Arnulf Rainer wollte damit zunächst eine tief empfundene Leere füllen. Die Kreuzform, die das Vertikale und das Horizontale vereint, wird die für ihn typische und kennzeichnende Malfläche. Diese Form transportiert zahlreiche inhaltliche Bedeutungen wie Tod, Mysterium und Transitorik.

Einen weiteren Schwerpunkt der Präsentation bilden Arbeiten ab den Jahren 1968/69, in denen Rainer seine Gesichtsmimik ins Zentrum seines künstlerischen Interesses stellt. In öffentlich zugänglichen Fotoautomatenkabinen verzerrt er sein Gesicht zu Grimassen. Diese Fotos werden zum Ausgangspunkt genommen und in einem nächsten Schritt vergrößert, über- und bearbeitet. Es entstehen die Face Farces und Body Poses, die mit einem Fotografen im Atelier inszeniert werden. Sie stellen Rainers performativen Beitrag zur Aktionskunst dar und zeigen seinen völlig eigenständigen Umgang mit dem Medium Fotografie.

Als dialektische Antwort auf die Zumalungen entstehen ab Ende der 1990er-Jahre die farbigen, transparent irisierenden Schleierbilder. Frei auf den leeren jeweiligen Malgrund aufgetragen, entwickeln sich komplexe Licht- und Farbräume.

Wie kaum ein anderer hat Arnulf Rainer in seiner kompromisslosen Suche nach Ausdrucksmitteln von Anfang an radikal neue Verfahrensweisen entwickelt. Rainer zählt damit seit den 1960er-Jahren mit Gerhard Richter, Sigmar Polke und Georg Baselitz, Maria Lassnig und Bruce Nauman oder Yves Klein international zu den einflussreichsten Künstlern der Gegenwart. Sie alle sind Einzelgänger, die sich keiner Bewegung wie Pop-Art, Minimal Art oder Konzeptkunst zuordnen.

Die Ausstellung spannt einen Bogen von bedeutenden Werken aus Rainers Frühzeit über die Fotoarbeiten und -überarbeitungen der 1960er-und 1970er-Jahre sowie die Kreuze und Schleierbilder der 1980er- und 1990er-Jahre bis hin zu jüngsten Werken der Gegenwart. Die gut 40 Werke umfassende Präsentation unterstreicht einmal mehr die überragende Bedeutung Arnulf Rainers für die Kunstgeschichte nach 1945 weit über die Landesgrenzen Österreichs hinaus.

[pge]

Arnulf Rainer Schlaf, 1973-74
© Arnulf Rainer

Arnulf Rainer Vertikalgestaltung, 1952
© Arnulf Rainer

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