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Ausstellungsbericht
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Josef Ignaz Mildorfer - Rebell des Barock
Josef Ignaz Mildorfer, Die Heilige Dreifaltigkeit
© Belvedere, Wien, Foto: Johannes Stoll
  

Zum dreihundertsten Geburtstag Josef Ignaz Mildorfers (1719–75) widmet das Belvedere diesem Barockmaler eine feine Ausstellung in der Reihe IM BLICK. In seinem Jubiläumsjahr erhält der gebürtige Tiroler damit seine erste Einzelpräsentation.

  

von: 19.Sep 19
bis: 6.Jan 20


Oberes Belvedere
Österreichische Galerie Belvedere
Prinz Eugen-Straße 27
1030 Wien, AT
Tel: + 43 1 79 557 0
Email: info ::: belvedere. at
http://www.belvedere.at/

Öffnungszeiten:
Tgl: 9 - 18 Uhr
Fr bis 21 Uhr



Karten mit Ziel und
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Im Besitz des Belvedere ist eines der musealen Hauptwerke des Künstlers, die "Heilige Dreifaltigkeit mit den Heiligen Rochus, Florian, Sebastian und Johannes von Nepomuk". Das Altarbild kam Anfang des 20. Jahrhunderts als Schenkung in die Sammlung und wurde anlässlich der Ausstellung restauriert. Josef Ignaz Mildorfers Kunst lässt sich überdies hervorragend mit der Barocksammlung des Belvedere vernetzen, die einen profunden Bestand an Werken Kunstschaffender aus seinem Umkreis an der Wiener Kunstakademie wie Paul Troger und Franz Anton Maulbertsch aufweist.

Die Schau legt das Augenmerk auf drei zentrale Aspekte des künstlerischen Wirkens von Josef Ignaz Mildorfer: seine Rolle als Schüler und als Professor für Malerei an der Wiener Kunstakademie, seine Aufträge für Kirche, Adel und Bürgertum sowie seine interessanten und seltenen Schlachtenbilder.

In frühen Jahren erprobte sich Mildorfer in einer kleinen Anzahl von Werken im Genre der Schlachtenmalerei. Er reagierte damit auf den zeitgleich tobenden Österreichischen Erbfolgekrieg (1740–48), den die junge habsburgische Herrscherin Maria Theresia an verschiedenen Fronten des Reichs führte. Mildorfers sogenannte „Panduren“, Darstellungen von Kämpfern der militärischen Hilfstruppen aus den südöstlichen Grenzländern des Habsburgerreichs, reflektieren das Zeitgeschehen und das rege öffentliche Interesse, das an den fremdartig wirkenden und verwegenen Kriegern bestand.

Um die Mitte des 18. Jahrhunderts war die Wiener Kunstakademie ein Ort der Avantgarde. Ab den 1740er-Jahren prägten rund zwei Jahrzehnte lang Maler aus dem Tiroler Raum wie Michael Angelo Unterberger, Paul Troger oder Mildorfer die Institution. Künstler loteten dort Extreme in Bewegung, Ausdruck und Licht aus. Der sogenannte „Wiener Akademiestil“ konnte sich zeitweilig als künstlerisches Phänomen etablieren, wurde jedoch recht bald vom Vormarsch der klassizistischen Tendenzen eingeholt. Mildorfer war – zunächst als Schüler, dann als Professor für Malerei – Teil dieser Entwicklung, die die gängigen künstlerischen Konventionen infrage stellte.

Mildorfer führte im Lauf seines Lebens zahlreiche Aufträge aus. Zu seinen Förderern der ersten Stunde zählte die Kirche, später folgten Werke für Adel und Bürgertum. Besonders prominent ist Mildorfer in der unweit von Wien gelegenen Marienwallfahrtskirche am Hafnerberg (Niederösterreich) vertreten, für die er mehrere Altarbilder und Fresken ausführte. Das dortige Kuppelfresko zählt zu seinen Hauptwerken. Hof und Adel forderten bei Mildorfer ab dem Ende der 1740er-Jahre immer wieder Werke an – Mildorfers Fresken für Maria Theresia und Franz I. Stephan im Menageriepavillon in Schönbrunn und in der Maria-Theresien-Krypta der Wiener Kapuzinergruft haben sich bis heute in situ erhalten.

Die Ausstellung im Oberen Belvedere umfasst etwas mehr als fünfzig Exponate, darunter Gemälde, Skulpturen, Zeichnungen, Druckgrafiken und Archivalien. Den oben genannten Themenschwerpunkten von Mildorfers Schaffen ist jeweils ein Raum gewidmet. Sein Œuvre wurde für die Schau im Oberen Belvedere aus verschiedenen öffentlichen und privaten Sammlungen in Österreich, Italien, Tschechien und Deutschland zusammengetragen.

[pge]

Josef Ignaz Mildorfer
© Life-style.at

Josef Ignaz Mildorfer
© Life-style.at

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