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Ausstellungsbericht
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In vino veritas - Wein im alten Ägypten
Plakat zur Ausstellung
© OeNB
  

Wein war schon immer ein Getränk für Götter und Menschen. Auch im Land am Nil wurde er bereits früh professionell erzeugt und großzügig genossen. 

von: 14.Jun 19
bis: 12.Jan 20


Papyrusmuseum
der Österreichischen Nationalbibliothek
Heldenplatz, Neue Burg
1010 Wien, AT
Tel: (+43 1) 534 10-420
Fax: (+43 1) 534 10-395
https://www.onb.ac.at/museen/pap...

Öffnungszeiten:
Di – So 10 – 18 Uhr



Karten mit Ziel und
momentanen Standort anzeigen

Diese Ausstellung präsentiert über 70 faszinierende, bis zu 3.000 Jahre alte Exponate zum Weinbau und Weingenuss, wobei Papyri der spätantiken Epoche mit vielen Details zur Weinkultur im Zentrum stehen, doch spannt sich der zeitliche Bogen von der pharaonischen bis in die arabische Zeit.

Pacht- und Kaufverträge gewähren einen Einblick in den Alltag von Winzern und Weinhändlern, Briefe dokumentieren die Bedeutung des Weins für die Verpflegung von Soldaten, Lorbeerwein oder Fischbrühe vermengt mit Wein entführen in die damaligen Ess- und Trinkgewohnheiten, und nicht zuletzt belegen farbenprächtige Zierstücke an Textilien die zentrale Rolle von Wein in der Alltagskultur und in der Religion: Das edle Getränk war ebenso wie heute ein wichtiges Wirtschaftsgut und Genussmittel und besaß zudem eine große religiöse und kultische Bedeutung.

„In vino veritas“ („Im Wein liegt die Wahrheit“) ist ein in Latein überlieferter Spruch, der auf den frühgriechischen Lyriker Alkaios zurückgehen soll, welcher um 600 v. Chr. für einige Jahre auch in Ägypten gelebt hat. Doch schon lange davor waren im Land am Nil der Genuss von Wein und der gezielte Anbau von Reben bekannt: Bildliche Darstellungen, Texte oder archäologische Funde belegen die Verwendung von Wein in der gesamten pharaonischen Zeit Ägyptens (ab ca. 3000 v. Chr.) und in den Jahrhunderten, in denen Griechen (ab 332 v.) und Römer (ab 30 v. Chr.) über das Land herrschten.

Nachdem die Kultivierung und Verarbeitung der Reben nur mit besonderem Fachwissen und unter günstigen klimatischen Bedingungen möglich war, stand der Wein zunächst vor allem einer ökonomisch besser gestellten Schicht zur Verfügung: Er galt im alten Ägypten – anders als Bier, das im häuslichen Umfeld für den Eigengebrauch hergestellt werden konnte – als Getränk für Götter, Herrscher und die Oberschicht. In der Regel waren Weingüter daher Teil einer übergeordneten Wirtschaftseinheit, Königs- oder Tempeldomänen legten die Weingärten in den Oasen und vor allem im ertragreichen Nildelta an. Es sind aber auch private Weingärten hochgestellter Persönlichkeiten belegt.

Grabmalereien mit Winzerszenen lassen vermuten, dass Rotwein in der Gunst der alten Ägypter höher stand als Weißwein, aber dies mag auch künstlerischen Konventionen entsprungen sein. Neben diesen Darstellungen und der Nennung als Opfergaben wurden in vielen Gräbern auch Reste von Wein sowie mitunter Weintrauben bzw. Rosinen gefunden. Eindeutig nachgewiesen ist der Beweggrund für die Malereien und Beigaben: Durch sie sollten die Verstorbenen auch im Jenseits jederzeit ihren Durst stillen können.

Im Alltag kamen die „kleinen Leute“ zu dieser Zeit nur dann in den Genuss von Wein, wenn er ihnen bei Festen oder als Bonuszahlungen in Naturalien übergeben wurde. Im alten Ägypten erlebten die Menschen den Wein als Teil kultischer Traditionen, als Rausch- und Genussmittel, aber auch als Bestandteil medizinischer Rezepturen. Das Spektrum der Anwendungsmöglichkeiten ähnelt damit stark jenem, das auch heute noch existiert.

[pge]

Pachtvertrag eines Weingartens; Papyrus Griechisch, Ägypten, 28. Aug. 624 n. Chr.
© OeNB

Textiles Medaillon mit Kelterszene; Textilbild Bastfaser (Leinen?), Wolle Ägypten, 4. – 5. Jh. n. Chr.
© OeNB

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