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Ausstellungsbericht
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Flying High - Künstlerinnen der Art Brut
Aloïse Corbaz Brevario Grimani,um1950 (Ausschnitt) Buntstift auf Papier abcd / Bruno Decharme collection
© César Decharme
  

Diese Ausstellung ist die erste, die sich „weltumspannend“ den weiblichen Positionen der Art Brut von 1860 bis in die Gegenwart widmet. Sie versammelt 316 Werke von 93 Künstlerinnen aus 21 Ländern, die inhaltlich und ästhetisch unsere Vorstellung, was Kunst ist, sprengen. Die Ausstellung nimmt den von Jean Dubuffet 1945 definierten Begriff "Art Brut" für jene ursprüngliche, nichtakademische Kunst außerhalb des kulturellen Mainstreams als Ausgangspunkt.

  

von: 18.Feb 19
bis: 23.Jun 19


Bank-Austria Kunstforum
Freyung 8
1010 Wien, AT
Tel: +43 1 537 33 26
Fax: +43 1 537 33 18
Email: service ::: bankaustria-kunstforum. at
http://www.bankaustria-kunstforu...

Öffnungszeiten:
tgl. 10 - 18 Uhr



Karten mit Ziel und
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In der Vielfalt und Heterogenität der präsentierten Werke wird deutlich, dass der Art-Brut-Begriff heute längst über Arbeiten aus Psychiatrien hinausgeht und auch die Produktion von „mediumistischen“ (von einem Geist geführten) Künstlerinnen, „Einzelgängerinnen“ und Künstlerinnen mit Behinderungen umfasst. Diese Erweiterung ist nicht zuletzt durch den radikalen Wandel der Institution Psychiatrie - von ehemals geschlossenen Anstalten über offenere Strukturen bis zu deren Auflösung - begründet. Zeitgenössische Art Brut entsteht heute vielfach in Ateliers oder in von den Künstlerinnen selbst geschaffenen Strukturen.

Die Chronologie der Ausstellung beginnt mit Highlights aus den historischen Sammlungen der Psychiater Walter Morgenthaler (Stiftung Psychiatrie-Museum Bern) und Hans Prinzhorn (Universitätsklinikum Heidelberg). Beide sammelten und förderten bereits Anfang des 20. Jahrhunderts Kunst aus Psychiatrien und publizierten darüber - "Ein Geisteskranker als Künstler" (1921) und "Bildnerei der Geisteskranken" (1922). Der Hauptraum zeigt Meisterinnenwerke aus der Sammlung von Jean Dubuffet (Collection de l’Art Brut, Lausanne), die Dubuffet zwischen 1945 und 1976 zusammentrug. Eine repräsentative Auswahl von Werken aus der Sammlung L’Aracine (LaM, Lille Métropole Musée d’art moderne, d’art contemporain et d’art brut, Villeneuve d’Ascq) schließt den Überblick über jene Sammlungen ab, die Entstehung und Geschichte der Art Brut entscheidend prägten. Darüber hinaus zeigt die Schau eine Vielzahl von Werken aus bedeutenden internationalen und österreichischen Privatsammlungen.

Die Geschichte weiblicher Art-Brut-Künstlerinnen spiegelt die Emanzipationsgeschichte von Frauen auf einer prekären Ebene wider: Diese sind bis heute "Außenseiterinnen der Außenseiter". Die Art Brut hat nach wie vor keinen gleichberechtigten Platz neben der "Hochkunst" gefunden. Da Frauen sowohl innerhalb der Art Brut als auch jenseits der feministischen Kunst ihren Platz erst erobern müssen, ist eine Präsentation ihrer Werke hoch an der Zeit. Dieser Aufgabe widmet sich diese Schau.

Es wird dabei verdeutlicht, dass ästhetische Gesichtspunkte gegenüber diagnostischen Kriterien und Biografie sowie der Exzentrität der Autorinnen mehr und mehr an Relevanz gewinnen. Durch die Arbeiten von unterschiedlichsten Künstlerinnen entsteht ein vielstimmiges Panorama gestalterischer Ausdruckskräfte: Worin unterscheiden sich jene "individuelle Mythologien" (Harald Szeemann), die Art Brut begründen, je nachdem, ob sie von Künstlerinnen oder Künstlern geschaffen wurde? Erzählen die Arbeiten von Frauen tatsächlich andere Geschichten als Männer? Wie werden Differenzen in den Produktionsweisen, Medien und Ikonografien sichtbar? Die Schau geht diesen Fragen nach und reflektiert die direkte und ursprüngliche, oft auch subversive Ausdruckskraft und Qualität der von Frauen geschaffenen Art Brut. Die Unterschiede und auch mögliche Gemeinsamkeiten im Ausdruck von Künstlerinnen und Künstlern der Art Brut anhand von Gegenüberstellungen zu visualisieren, wird Thema einer anderen Ausstellung sein.

[pge]

Julia Krause-Harder Nanotyrannus, 2013 verschiedene Materialien courtesy Atelier Goldstein
© Uwe Dettmar

Ausstellungsansicht
© Life-style.at

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