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Ausstellungsbericht
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Peter Paul Rubens
Peter Paul Rubens: Ecce Homo
© The State Hermitage Museum, St. Petersburg 2017
  

Diese große Ausstellung beschäftigt sich mit dem bedeutenden flämischen Barockmaler und thematisiert seine ungeheure Kraft, künstlerische Lösungen aus dem Werk anderer Meister herauszugreifen, um diese so zu verwandeln, dass er sie für die eigenen Kompositionen nutzen konnte. Zu sehen ist ein Dialog seiner Meisterwerke mit Kunstwerken seiner berühmten Vorgänger und Zeitgenossen, mit denen Rubens zeitlebens beschäftigte und sein fünfzigjähriges Schaffen prägte.

  

von: 17.Oct 17
bis: 21.Jan 18


Kunsthistorisches Museum
Maria Theresien-Platz
1010 Wien, AT
Tel: +43 1 525 24- 0
Fax: +43 1 525 24- 4099
Email: info ::: khm. at
http://www.khm.at/

Öffnungszeiten:
Di - So 10 bis 18 Uhr
Do bis 21 Uhr



Karten mit Ziel und
momentanen Standort anzeigen

Seine Bezugnahme auf Werke von Künstlern unterschiedlicher Epochen ist häufig erst auf den zweiten Blick erkennbar – in der Schau kann der Besucher die zuweilen überraschenden Korrelationen durch den direkten Vergleich nun im Detail nachvollziehen.

Die Gattungsgrenzen überschreitende Ausstellung vereint Malerei, Zeichnung, Druckgrafik, Skulptur und Werke der angewandten Kunst. An exemplarischen Werkgruppen werden Rubens’ Methoden der Inszenierung bekannter wie neuer Bildthemen aufgezeigt. Dabei öffnet sich ein faszinierender Einblick in geistreiche Bildgenesen und überraschende Motivwandlungen, aber auch in das intensive Ringen um das richtige Format und die rechte Form. In Rubens’ umfangreichem Œuvre spiegeln sich die Einflüsse antiker Skulptur ebenso wider wie die der späteren Kunst aus Italien und nördlich der Alpen, von den Meistern des späten 15. Jahrhunderts bis zu seinen Zeitgenossen. Anhand von ausgewählten Beispielen wird gezeigt, welch unglaublich kreative Arbeit hinter den Rubens’schen Bildschöpfungen steht und welche Reaktionsketten diese wiederum im künstlerischen Dialog mit seinen Zeitgenossen ausgelöst haben.

Neben Originalskulpturen aus Marmor und Bronze von der Antike bis zur Renaissance sind auch Gemälde und Grafiken von Rubens Vorläufern und Zeitgenossen in der Ausstellung zu sehen, darunter Schlüsselwerke von Tizian und Tintoretto, von Goltzius, Rottenhammer und Elsheimer sowie von Giambologna, Van Tetrode und Van der Schardt. In Wien und Frankfurt werden insgesamt etwa 120 Werke, darunter 48 Gemälde und 33 Zeichnungen von Rubens, ausgestellt. Zahlreiche der hier gezeigten Kunstwerke sind auch in ihren jeweiligen Heimatsammlungen prominente Anziehungspunkte für Besucher. Zu den international renommierten Leihgebern zählen u. a. das Koninklijk Museum voor Schone Kunsten in Antwerpen, die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden, das Israel Museum in Jerusalem, die National Gallery in London, das J. Paul Getty Museum in Los Angeles, der Prado und das Museo Thyssen-Bornemisza in Madrid, der Louvre, das Metropolitan Museum of Art, die Staatliche Eremitage in St. Petersburg die Vatikanische Museen und die National Gallery of Art in Washington.

Man trifft auf bekannte mythologische Sujets wie Venus und Adonis, das Parisurteil, oder den an den Felsen geschmiedeten Prometheus, aber auch auf zentrale Themen des Alten oder Neuen Testaments wie die Enthauptung des Holofernes oder die Grablegung Christi. Beispielhaft wird Rubens kreativer Arbeitsprozess an seiner Darstellung Christi vor dem Volk aus der Staatlichen Eremitage in St. Petersburg: Die Schau kann hier mit drei Exponaten Rubens’ metamorphotische Anverwandlung der antiken Skulptur eines Kentauren zeigen. Von dieser Antike fertigte Rubens zunächst eine Zeichnung an, die er anschließend zu seiner außergewöhnlichen Darstellung Christi weiterentwickelte. In einer vollständigen ikonografischen Neubestimmung verwandelte er so aus dem antiken Vorbild des ungezügelten, animalischen Kentauren eine Darstellung des leidenden, vom Betrachter Mitleid einfordernden Christus. Mit Rückgriff auf die Antike wird der Leib Christi so auf höchst überraschende Weise inszeniert und mit seinem athletisch gebildeten Oberkörper regelrecht zur Schau gestellt. Wie in diesem Fall unterzog der Maler die eigenen Kompositionen häufig immer neuen Wandlungen. Gerade den bewussten Rückgriffen auf identifizierbare Vorbilder, die er dabei zu übertrumpfen versuchte, verdanken Rubens’ Werke häufig ihre modern anmutende, dynamische Erscheinung. Am Ende dieses Verwandlungsprozesses stehen Werke, die damals wie heute den Betrachter unmittelbar ansprechen. So kann es nicht überraschen, dass Rubens bis heute als Inbegriff barocker Malerei gilt.

[pge]

Peter Paul Rubens: Studie des Torso, Belvedere
© The Metropolitan Museum of Art, New York

Ausstellungsansicht Rubens
© KHM-Museumsverband

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