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Ausstellungsbericht
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Herausforderung Moderne. Wien und Zagreb um 1900
Ausstellungsansicht: Herausforderung Moderne. Wien und Zagreb um 1900
© Life-style.at
  

In dieser dem Zeitstil von 1900 gerecht werdende Ausstellung wird die im Aufbruch in den Jugenstil befindliche Kunstszene Agrams um 1900 im Kontext der Wiener Vorbilder gezeigt. Man erhält einen guten Überblick da aus allen Kunstrichtungen, von der bildenden Kunst über die Skulptur und der Architektur bis zum Kunsthandwerk ausgesuchte und faszinierende Werke zu sehen sind.

  

von: 20.Oct 17
bis: 18.Feb 18


Unteres Belvedere
Österreichische Galerie Belvedere
Rennweg 6
1030 Wien, AT
Tel: + 43 1 79 557 200
Email: info ::: belvedere. at
http://www.belvedere.at/

Öffnungszeiten:
tgl.: 10 - 18 Uhr
Fr: bis 21 Uhr



Karten mit Ziel und
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Um 1900 entstand in Zentraleuropa in Folge der generellen Modernisierung ein lebhafter künstlerischer Dialog zwischen Wien als Hauptstadt des Vielvölkerstaates und den übrigen nationalen Zentren – wie etwa Zagreb. Kroatien hatte sich bereits gegen Ende des 19. Jahrhunderts kulturell an Wien angenähert, der darauf folgende Austausch zwischen Zagreb und der Wiener Secession bestimmte den Stil kroatischer Kunst um die Jahrhundertwende maßgeblich. Diese Schau, die in Zusammenarbeit mit der Galerija Klovićevi dvori (Zagreb) entstanden ist, geht anhand der Werke von Künstlerinnen und Künstler beider Länder diesem Austausch nach.

Innerhalb von nur 20 Jahren änderte sich um die Wende vom 19. auf das 20. Jahrhundert das gesamte kulturelle Erscheinungsbild Kroatiens radikal. Während Zagreb in der Doppelmonarchie politisch enger mit Budapest verknüpft war, waren seine kulturellen Verbindungen zu Wien stärker und tiefer ausgeprägt. Das Wien der Jahrhundertwende war eine pulsierende Metropole, die eine Strahlkraft auf Kunstschaffende und Intellektuelle der gesamten österreich-ungarischen Monarchie ausübte. Die Wiener Secession wies vielen kroatischen Künstlerinnen & Künstler einen Weg. Gustav Klimt, Koloman Moser, Carl Moll und Josef Hoffmann hatten einen wesentlichen Einfluss auf die junge kroatische Kunst- und Architekturgeneration.

Vor diesem Hintergrund spürt die Ausstellung der Wechselwirkung zwischen den Metropolen der Donaumonarchie in diesem Zeitraum anhand der Verbindung Wien-Zagreb nach. In Kroatien gab es gegen Ende des 19. Jahrhunderts noch keine eigene Kunstakademie. Zahlreiche Kunstschaffende kamen daher nach Wien, um eine Ausbildung in der Kunstgewerbeschule oder der Akademie der bildenden Künste zu absolvieren. Dort wurden sie mit der gerade neu entstandenen Secessionsbewegung konfroniert und von dieser beeinflusst. Darüber hinaus kamen auch in ihrem Heimatland bereits etablierte Künstlerinnen und Künstler nach Wien, um sich in der Hauptstadt einen Namen zu machen.

Der kroatische Künstler Vlaho Bukovac nahm etwa an der ersten Austellung der Secession 1897 teil. Ivan Meštrović war ordentliches Mitglied der Vereinigung bildender Künstler – Secession Wien und arbeitete mit Künstlern des Hagenbunds zusammen. Mit ihnen stellten unter anderem auch Artur Oskar Alexander, Tomislav Krizman und Emanuel Vidović regelmäßig gemeinsam aus. Nur wenige Monate nach der Gründung der Vereinigung bildender Künstler – Secession Wien erfolgte die „Secession“ kroatischer Künstler und die Einweihung des Kroatischen Salons.

In der Architektur Kroatiens stechen Vjekoslav Bastl und Viktor Kovačić hervor, beide Studenten Otto Wagners, wie auch Aladar Baranyai, der stark von Josef Hoffmann beeinflusst wurde. Dank der Aktivitäten der Kunstgewerbeschule, die nach dem Modell der renommierten Wiener Kunstgewerbeschule geschaffen worden war, blühte auch die angewandte Kunst in Zagreb um die Jahrhundertwende auf. Und nicht von ungefähr wurden bei der Weltausstellung in Rom 1911 die höchsten Auszeichnungen für Malerei an den Österreicher Gustav Klimt und für Bildhauerkunst an den Kroaten Ivan Meštrović verliehen.

Die Ausstellung gliedert sich in die Bereiche Malerei mit der Gruppe der Zagreber Sezessionisten um Vlaho Bukovac, Skulptur mit einer Auswahl der Werke von Ivan Meštrović und Architektur unter dem Einfluss von Josef Hoffmann und Otto Wagner. Besonders beleuchtet werden Künstlerinnen dieser Zeit, die beispielsweise an der Kunstgewerbeschule und der Kunstschule für Frauen und Mädchen studierten. Anhand von Werken sieben österreichischer und kroatischer Künstlerinnen wird der Handlungsspielraum und die Bandbreite künstlerisch aktiver und erfolgreicher Frauen dieser Zeit aufgezeigt.

[pge]

Ausstellungsansicht: Herausforderung Moderne. Wien und Zagreb um 1900
© Life-style.at

Ausstellungsansicht: Herausforderung Moderne. Wien und Zagreb um 1900
© Johannes Stoll © Belvedere, Wien

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