Passwort vergessen?
 
Neuen Account erstellen
 
Warum registrieren
 
Ausstellungsbericht
DruckenArtikel als pdf anzeigen

Mozart und seine Wiener Netzwerke. Ein Querschnitt
Josef Hauzinger: Kaiser Joseph II. am Spinett mit seinen zwei Schwestern, 1778
© KHM-Museumsverband
  

In dieser kleinen Ausstellung wird auf das Umfeld Mozarts in seinen Wiener Jahren eingegangen und auf einige wirtschaftliche Fragen eingegangen wie: Wer waren seine Sponsoren? Wer waren seine wichtigsten Auftraggeber? Welche Stellung hatte er innerhalb der musikalischen community Wiens? Wie wichtig waren die Kontakte über die Freimaurer? All diese Fragen und noch weitere waren der Ausgangspunkt dieser sehr interessanten Schau.

  

von: 27.Jan 17
bis: 14.Jan 18


Mozarthaus Vienna
mit Mozartwohnung (Figarohaus)
Domgasse 5
1010 Wien, AT
Tel: +43-1-512 17 91
Email: info ::: mozarthausvienna. at
http://www.mozarthausvienna.at/

Öffnungszeiten:
tgl. 10 - 19 Uhr



Karten mit Ziel und
momentanen Standort anzeigen

Von Kind an scheute Mozart keine Kontakte zu Künstlern, Intellektuellen, Verlegern, reichen Bürgern oder Königs- und Fürstenhäusern und erarbeitete sich so ein enormes Netzwerk auch in Wien. Die Ausstellung präsentiert nun diese Netzwerke anhand von Dokumenten, zeitgenössischen Kupferstichen, einem bisher weitgehend unbekannten Porträt von Mozarts Zeitgenossen und Komponistenkollegen Joseph Haydn, welches erstmals in Wien gezeigt wird, sowie einem besonderen Exponat aus dem Besitz des Musikgenies Mozart.

1781 vollzog Mozart einen gewaltigen Schritt vom Salzburger Angestellten zum Wiener Unternehmer. Dafür brauchte er einen neuen Ort (Wien), neue Auftraggeber (von Kaisern bis zu Bürgern), neue Musiker neue Verleger, neue Spielstätten, neue Sponsoren und neue Zuhörer. Diesen Ansprüchen nachkommend, schuf er seine Netzwerke. Alle Mitglieder derselben kommen nur bei seinen Opernpremieren und seinen Akademien zusammen. Ansonsten finden Kontakte nur vereinzelt statt, je nach Bedarf oder Wunsch.

Von seinem Vater hatte Mozart nicht nur das musikalische Handwerk gelernt, sondern auch, wie man Netzwerke bildet. Die Reisen als siebenjähriges Kind quer durch Europa brachten ihn mit den Spitzen der Königs- und Fürstenhäuser, mit der hohen Geistlichkeit bis hin zum Papst zusammen, mit hochrangigen Militärs, Gelehrten, Philosophen und Wissenschaftler, Künstler, Dichtern, reichen Bürgern und auch dem normalen Volk, sodass er keine Berührungsängste hatte. Diese kindlichen Erfahrungen, die ihn zweifellos für sein Leben prägten, kamen ihm später zugute. Auch in Wien begegneten ihm viele verschiedenste PErsonen mit dem Hof Joseph II. an der Spitze. Viele von ihnen sponserten ihn materiell und immateriell.

Eine kostbare Schnupftabakdose aus Mozarts Besitz aus etwa 1780 ist beispielgebend für die zahlreichen wertvollen Geschenke, die der Komponist für seine Leistungen erhalten hat. Neben diesem wertvollen Exponat zeigt die neue Ausstellung Kupferstiche mit Silhouetten zahlreicher Zeitgenossen Mozarts des damaligen „Bilderproduzenten“ Johann Hieronymus Löschenkohl aus der einzigartigen Sammlung des Wien Museums. Erstmals in Wien ist auch ein bisher weitgehend unbekanntes Porträt von Mozarts Zeitgenossen und Komponistenkollegen Joseph Haydn von Christian Ludwig Seehas aus dem Jahr 1785 zu sehen. Dieses wurde vom Intendanten der Haydnfestspiele, Prof. Dr. Walter Reicher, im Sommer 2015 in den USA für die Joseph Haydn Privatstiftung angekauft und dieser Ausstellung zur Verfügung gestellt.

Der damalige österreichische Kaiser Joseph II. und die erstarkenden Freimaurer pflegten ebenso wie Mozart die Ideale der Aufklärung. Der Kaiser war sich der Bedeutung der Kunst für den Transport der neuen Gedanken bewusst, da er selbst ausübender Musiker war und den emotional vermittelten Hintergrund hoch einschätzte. Die Freimaurer, die bis zu 40 Prozent der Zuhörer in Konzerten Mozarts ausmachten, waren durch ihre eigenen Gesetze und Regeln ohnehin der Aufklärung verpflichtet.

Die Wiener Klassik stellte das ideale Instrumentarium zur Demonstration aufklärerischen Gedankenguts dar: die Sonaten und Sinfonien mit ihren dialektischen Themen und deren Diskussion in der Durchführung, die Inklusion des Tanzes in die Struktur, die Konfrontation von Individuum und Kollektiv im Instrumentalkonzert und schließlich die Oper, die an Menschenmodellen darstellte, was gelebte Aufklärung bedeutete. Als logische Folge wurden Joseph Haydn als „Vater“ der Wiener Klassik und Mozarts Vater Leopold, der seit seiner Ausbildung aufklärerische Ideen vertrat, von „Bruder“ Mozart dem Bund der Freimaurer zugeführt.

Mozart konnte aufgrund seiner Netzwerke bis auf sehr wenige Krisen gut von seiner Arbeit leben und festigte seinen europäischen Ruhm. Ohne diese geschickte Unternehmerstrategie, die die Präsentation zu erhellen sucht, wäre ihm dies nicht geglückt. Außerdem setzte er damit ein Zeichen für die musikalische Zukunft.

Die Ausstellung wird von Manfred Wagner kuratiert.

[pge]

Ausstellungsansicht: Mozart und seine Wiener Netzwerke. Ein Querschnitt
© Mozarthaus Vienna/Eva Kelety

Ausstellungsansicht: Mozart und seine Wiener Netzwerke. Ein Querschnitt
© Mozarthaus Vienna/Eva Kelety

Kommentare
Nur registrierte Benutzer können Kommentare schreiben!

3.26 Copyright (C) 2008 Compojoom.com / Copyright (C) 2007 Alain Georgette / Copyright (C) 2006 Frantisek Hliva. All rights reserved."

 
Drucken
Lifestyle Ausstellungsberichte

Klimt's Magic Garden
7.Feb 18 - 22.Apr 18
Museum für angewandte Kunst -MAK

Haris Epaminonda: VOL. XXIII
9.Feb 18 - 22.Apr 18
Secession

"Der Pianist Wiens" Alfred Grünfeld (1852 - 1924)
10.Nov 17 - 4.May 18
Musiksammlung der Wienbibliothek

Ironimus 90 - Jetzt mal keine Politik! Cartoons von 1948 bis 2018
4.Mar 18 - 27.May 18
Karikaturmuseum Krems

Bruno Gironcoli - In der Arbeit schüchtern bleiben
3.Feb 18 - 27.May 18
MUMOK

Optik Schröder II - Werke aus der Sammlung Alexander Schröder
3.Feb 18 - 27.May 18
MUMOK

Wien um 1900 - Klimt – Moser – Gerstl – Kokoschka
18.Jan 18 - 10.Jun 18
Leopold Museum im MQ

Arnold Schönberg & Jung-Wien
14.Mar 18 - 29.Jun 18
Arnold Schönberg Center

WOW! The Heidi Horten Collection
16.Feb 18 - 29.Jul 18
Leopold Museum im MQ

Günter Brus - Unruhe nach dem Sturm
2.Feb 18 - 18.Aug 18
21er Haus

Wiener Moderne – ein neues musikalisches Zeitalter
22.Feb 18 - 7.Oct 18
Haus der Musik

Faszination PYRAMIDEN im Mamuz Museum
3.Mar 18 - 21.Nov 18
MAMUZ

Schatzkammer des Wissens. 650 Jahre Österreichische Nationalbibliothek
26.Jan 18 - 13.Jan 19
Österreichische Nationalbibliothek

Mozarts Weg in die Unsterblichkeit - Das Genie und die Nachwelt
15.Feb 18 - 18.Jan 19
Mozarthaus Vienna

Suche nach Ausstellungen

Titel 
Lokalität 
Datum 
yyyy-mm-dd or yyyy-mm
GO

  smsParkschein - Das App zum Erstellen einer SMS an Handy Parken
 

 

 
iLifestyle - Das App von Lifestyle -das gute Leben im Internet