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Ausstellungsbericht
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World Press Photo 18
WPP_18 - Manal, Porträts aus dem Krieg
© Alessio Mamo, Redux Pictures, für Médecins Sans Frontières
  

Zum World Press Photo des Jahres kürte die Jury ein Bild des Agence France-Presse Fotografen Ronaldo Schemidt mit dem Titel „Venezuela Crisis“. Bei Protesten gegen die geplanten Verfassungsreformen von Staatspräsident Nicolás Maduro kam es am 3. Mai 2017 in der venezolanischen Hauptstadt Caracas zu gewaltsamen Zusammenstößen mit der Polizei. Der 28-jährige José Victor Salazar Balzar wurde bei den Unruhen durch die Explosion eines Motorrads erfasst. Er überlebte mit Verbrennungen ersten und zweiten Grades.

von: 14.Sep 18
bis: 21.Oct 18


Fotomuseum Westlicht
Schauplatz für Fotografie
Westbahnstraße 40
1070 Wien, AT
Tel: +43 (0)1 522 66 36
Email: info ::: westlicht. com
http://www.westlicht.at/

Öffnungszeiten:
tägl: 11-19 Uhr
Do bis 21 Uhr



Karten mit Ziel und
momentanen Standort anzeigen

„Es ist ein fast klassisches Foto, aber mit einer sehr unmittelbaren Energie und Dynamik. Die Farben, die Bewegung, alles ist hervorragend komponiert, das Bild hat Kraft. Ich war direkt berührt“, beschreibt Jury-Präsidentin Magdalena Herrera, Fotodirektorin bei Geo Frankreich, ihre Begegnung mit dem Bild. Ihre Jury-Kollegin Whitney C. Johnson von National Geographic ergänzt: „Tatsächlich handelt es sich um eine sehr symbolische Fotografie. Der brennende Mann mit der Maske steht nicht bloß für sich, sondern verkörpert ein Venezuela in Flammen.“

Die US-amerikanische Fotografin Anna Boyiazis wurde für ihre Serie „Finding Freedom in the Water“ in der Kategorie „Menschen“ ausgezeichnet. Das Projekt folgt einer Initiative auf der Inselgruppe Sansibar, die es jungen Mädchen durch das Bereitstellen von Ganzkörperanzügen ermöglicht, das Schwimmen zu erlernen, ohne dabei ihren traditionellen islamischen Glauben zu kompromittieren, der freizügige Kleidung verbietet.

„Der World Press Photo Award demonstriert ein ums andere Mal, was guter Fotojournalismus zu leisten im Stande ist und welch hohen persönlichen Einsatz Fotografinnen und Fotografen riskieren, damit wir wissen, was auf der Welt vor sich geht. In Zeiten, in denen die freie Presse mehr und mehr unter Beschuss genommen wird, kann das nicht oft genug betont werden. Auch deshalb ist die Ausstellung für uns von so großer Bedeutung“, so WestLicht Vorstand Peter Coeln.

Zu den dominierenden Themen im Wettbewerb gehören der aufflammende Nationalismus in den USA, die Proteste gegen die Regierung Maduro in Venezuela, die in der europäischen Aufmerksamkeit oft in den Hintergrund gedrängte Rohingya-Krise in Myanmar, die Kämpfe im Norden Iraks und das Schicksal von Geflüchteten nach ihrer Ankunft in Europa. Neu eingeführt wurde in diesem Jahr die Wettbewerbskategorie „Environment“, in der es um den Einfluss der menschlichen Zivilisation auf die Umwelt geht.

Eine Arbeit mit Österreichbezug gewann in der Kategorie „Langzeitprojekte“: In einfühlsamen Bildern begleitet die Serie „Ich bin Waldviertel“ der niederländische Fotografin Carla Kogelman seit 2012 das Aufwachsen der Geschwister Hannah und Alena, die mit ihrer Familie in Merkenbrechts nahe der tschechischen Grenze leben.

Insgesamt wurden im Wettbewerb 42 Fotografinnen und Fotografen aus 22 Ländern in acht Kategorien ausgezeichnet. Beworben hatten sich 4.548 Kandidatinnen und Kandidaten aus 125 Nationen mit insgesamt 73.044 Fotografien.

Seit 1955 schreibt die World Press Photo Foundation, eine unabhängige Plattform des Fotojournalismus mit Sitz in Amsterdam, den World Press Photo Contest aus. Eine jährlich wechselnde Jury beurteilt die Einsendungen aus aller Welt. Das Ergebnis des renommierten Wettbewerbs, das jeweils als Wanderausstellung um den Globus tourt, gilt als wichtigste Leistungsschau der internationalen Pressefotografie.

World Press Photo wird von der Niederländischen Postleitzahl-Lotterie unterstützt und weltweit von Canon gesponsert.

[pge]

Link zu: World Press Photo

WPP_18 - Jump
© Thomas P. Peschak

WPP_18 - Amazonas: Das bedrohte Paradies
© Daniel Beltrá

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